Der Report der Magd / Margaret Atwood

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Doro (Donnerstag, 10 August 2017 22:25)

    "Aber sieh dich vor, Kommandant, sage ich in Gedanken zu ihm. Ich habe ein Auge auf dich. Eine falsche Bewegung, und ich bin tot." Seite 121

    "Man kann kein Omelett machen, ohne Eier zu zerschlagen, sagt er. Wir dachten, wir könnten es besser machen.
    Besser?, sage ich mit leiser Stimme. Wie kann er glauben, dass dies besser sei?
    Besser bedeutet nie, besser für alle, sagt er. Es bedeutet immer, schlechter für manche." Seite 284

    "Unmöglich, sich vorzustellen, dass jemand, demgegenüber ich solche Dankbarkeit empfinde, mich verraten könnte." Seite 359

    Ich habe so viele Stellen im Buch markiert und bin sehr gespannt auf eure Meinung.

  • #2

    Manfred Kaiser (Freitag, 18 August 2017 15:22)

    Nach der Lektüre von Kapitel 46, dem tragischen Ende des "Reports", könnte man genug davon haben und das Buch weglegen. Aber das wäre ein Fehler; denn die "Historischen Anmerkungen" sind viel wichtiger als trockene Fußnoten. Der letzte Satz: "Gibt es irgendwelche Fragen"" fordert geradezu heraus, Atwoods Roman nochmal zu überdenken - auch die schon aufgeworfene Frage; Ist hier alles übertrieben", ist das schlechte "sience fiction"? Eine Antwort steht in der NRZ vom 16.08.2017. Dort berichtet Manal ab-Sharif, eine Autorin aus Saudi Arabien, über die Folgen ihre "Ungehorsams": Vor sechs Jahren wagte sie eine Autofahrt ohne männliche Begleitung. Sie erhielt eine Gefängnisstrafe, Morddrohungen und flüchtete unter Lebensgefahr nach Australien. In seinem "Vortrag" meint Professor Piceixoto: Die Vergangenheit ist "ein große Dunkel" (S. 411). Und die Zukunft?